Apr 26 2007
Joshin Kokyû-hô
Künftig werde ich in einer losen Folge über Techniken zur Verbesserung des Energieflußes berichten. Beginnen möchte ich mit der Grundlage aller Energiearbeit: dem richtigen Atmen:
Joshin Kokyû-hô
(Der geistreinigende Atem, gesprochen: [joschin-kokju-ho:])
- Es wird durch die Nase eingeatmet, und gleichzeitig visualisiert, wie die weiß-goldene Reiki-Energie durch das Kronen-Chakra hereinströmt.
- Geatmet wird bis in den Tanden (von dem chinesischen Wort Tantien, kurz unterhalb des Nabels - in der Höhe des zweiten Chakras).
- Eine kurze Pause, in der sich die Energie im Körper ausbreitet…
… um dann beim Ausatmen an den Hand- und Fuß-Chakren wieder hinauszuströmen.
Das korrekte Atmen ist eine sehr mächtige Methode, um die Reiki-Energie zu verstärken. Dabei kann man es überall einsetzen, sei es während der Behandlung, der Meditation, einer Einweihung, bei den Kampfkünsten oder im täglichen Leben. Sofort strömt die Energie stärker und harmonischer und der Geist beruhigt sich durch die Konzentration auf das Wesentliche. Wir sind es leider viel zu sehr gewohnt, nur flach und kaum sichtbar im Brustbereich zu atmen, so dass es am Anfang eine sehr bewusste Achtsamkeit erfordert, Joshin Kokyû-hô korrekt auszuführen. Aber dafür ist die spontane Wirkung ist um so wohltutender. Am angenehmsten (und am energetisch förderlichsten, wie alle Schüler des Qi-Gong und Tai-Chi wissen) ist die Übung, wenn der Mund leicht geöffnet bleibt, und nur die Zunge die Regulation des Luftweges übernimmt: beim durch-die-Nase-atmen legt man sie an die Gaumendecke, wodurch sich auch der energetische Kreislauf schließt, beim Ausatmen fällt sie in ihre normale Position zurück.
Da das Bewusstsein die Energie lenkt, ist die besprochene Visualisierung sehr wichtig, denn nur so kann diese Methode ihre volle Wirkung entfalten. Die Atmung sollte sich nicht verkrampfen, es ist kein gewaltsames, tiefes Atmen oder eine Veränderung des Rhythmus notwendig. Es ist auch nicht nötig zu übertreiben und die Pause zwischen den Atemzügen zu verlängern oder übermäßig zu regulieren. Die Luft und das Ki werden lediglich in die richtigen Bahnen gelenkt. Gerade Anfänger begeistern sich schnell für Joshin Kokyû-hô, da Reiki durch die zunehmende Intensität wesentlich besser für sie zu erfühlen ist, und außerdem wird das Ego dadurch ein wenig gebremst, da man sich bewusst als Kanal wahrnimmt, der eben ‚nur’ durchflossen wird.